Auri goes western

Nein – nicht wirklich, ich werde nicht zur Western Reiterin, obwohl die Wanderreitsättel als Trachtensättel schon eher einem Westernsattel als einem „englischen“ Sattel ähnlich sehen.

Zurück zu Auri und warum wir jetzt Knotenhalfter tragen.

Es begann mit einem Zeitungsartikel über „Extreme Trails“ und der Möglichkeit, das in einem Lehrgang ganz in der Nähe mal zu probieren. Am besten googelt ihr den Begriff, da gibt es zahlreiche Fotos auf verschiedenen Seiten. Im Großen und Ganzen geht es darum, das Pferd über verschiedenen Naturhindernisse zu führen oder zu reiten (Brücken, Treppen, Wippen u.s.w.). Es werden verschiedene Levels angeboten und das Ganze kommt, wie der Name vermuten lässt, aus den U.S.A.

Warum möchte ich das mit Auri machen?

Erstmal probiere ich gerne etwas aus, dann ist es eine schöne Abwechslung im Training und sicher sehr hilfreich für mein Fernziel Wanderreiten.

Durch meine Wanderritte im Ausland weiß ich, dass die Pferde manchmal Wege sicher gehen, mit denen wir zu Fuß überfordert wären. Es wäre natürlich sehr cool, wenn Auri auch zu so einer unerschrockenen Bergziege wird. Ich hoffe der Lehrgang wird ein weiterer Schritt dahin.

Mit der Anmeldung kam dann die Anweisung: Es ist ein Knotenhalfter und ein 3-4 m langer Strick mitzubringen. Nun hatte ich ein Knotenhalfter schon mal gekauft vor ca. drei Jahren als Ersatzhalfter weil es relativ günstig war, seitdem lag es in der Kiste und wurde nun eingeweiht. Auri hat das sehr gelassen hin genommen, ich habe mir das Halfter genau angeschaut und finde es tatsächlich nicht schlecht, wenn man z.B. mit dem Pferd spazieren geht. Durch die relativ festen Seile wirkt es stark auf das Nasenbein. In wie weit auch die Knoten zur Kontrolle beitragen kann ich nicht sagen, auf jeden Fall ist es deutlich schärfer als ein normales Halfter.

Ich kenne das eigentlich schon, bei uns hieß das Ding nur Kehdinger Strickhalfter und hatte ein paar Knoten weniger aber eine ähnliche Wirkweise. Bei uns in Norddeutschland wird es vielerorts noch genutzt. Wir haben uns immer einen erzieherischen Effekt zu nutze gemacht, Pferde die sich gerne losreißen, tun das mit Strickhalfter in der Regel nicht, weil es halt sehr unangenehm im Genick ist. Seit bekannt ist, dass es nicht wirklich gut ist, wenn sich das Pferd im Halfter aufhängt mache ich das nicht mehr. Bei Härtefällen würde ich es aber dennoch empfehlen + eine gute Pferdephysiotherapeutin oder Osteopathin, damit wir das Pferd anschließend wieder gerade biegen.

Auri und ich haben eine schönen Spaziergang mit Knotenhalfter gemacht, allerdings mit Longe, mir fehlt noch der professionelle Strick 😉

Der Lehrgang wird im Mai statt finden, wie wir uns dort unter Westernreitern machen, werde ich berichten.

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