Reiturlaub in Namibia

Tipps und Impressionen im Video

Reitabenteuer Namibia

Zu Pferd kann man wunderbar ein Land erkunden,schafft mehr Strecke als zu Fuß und die Tiere lassen die Pferde recht nah heran kommen. Es gibt in Namibia eine Reihe von Farmen, die Ausritte und Trails anbieten. Wenn man keinen Trail macht, reichen 2-3 Ausritte vor Ort, dann hat man ein gutes Gefühl für die Gegend bekommen.

Wenn man das erste Mal in Namibia ist, dann würde ich auf jeden Fall das Reiten mit einer Rundreise verbinden.

Als „kleinere Alternative“: Reiten am Waterberg-Plateau und anschließend 2 Tage Etosha-Nationalpark. Eine gute Adresse hier: https://www.kambaku.com/ (auch z.B. über den Veranstater Pferd & Reiter zu buchen).

Einige Anbieter (wie auch Kambaku) haben eigene Game-Farmen, auf denen man tolle Tierbeobachtungen machen kann, von der Giraffe bis zum Nashorn … Wenn man genügend Zeit (2-3 Wochen) hat, so kann an verschiedene Reitstationen während einer Rundreise einbauen.

Es werden in Namibia auch tolle längere Trails angeboten, die leider mit 3000-6000 € nicht in jedes Budget passen.

Reisebericht

Büllsport ist ein super Ausgangspunkt, um das Naukluft Gebirge zum Wandern zu erschließen. Ein weiterer Vorteil für mich ist, dass hier Hannoveraner gezüchtet werden, die auch für Reittouren zur Verfügung stehen. Für einen Mehrtagestrail ist es im Sommer zu heiß, aber mehrstündige Ritte am frühen morgen kompensieren das.

Heute starten wir um sechs Uhr und wollen vier Stunden unterwegs sein. Zunächst auf den Spuren der Zebras, die sich aber versteckt halten. Dafür treiben wir eine ganze Zeit eine Herde Oryxantilopen vor uns her. Letztendlich müssen wir sie sogar umkreisen, um an unser Tor beim Übergang auf die Straße zu kommen. Bis jetzt war der Weg sehr steinig und es ist immer wieder erstaunlich wie trittsicher die Pferde sind, wenn sie es von klein auf gewöhnt sind. Auf der anderen Seite der Straße werden die Wege weicher. Wir verlassen den Rand des Mittelgebirges und kommen in die Ebene. Hier erwarten uns lange Galoppstrecken. Es sieht alles sehr wüstenhaft aus und man kann sich gar nicht vorstellen, dass hier bei ausreichend Regen tatsächlich Gras wachsen kann. Um zehn sind wir zurück und freuen uns auf ein üppiges Frühstück auf der Farm.

Am nächsten Tag geht es zum Bullenkopf. Eine ganz andere Strecke, durch Akazien entlang eines Flussbettes. Heute treiben wir eine Rotte Paviane vor uns her. Auf dem Rückweg machen wir einen Abstecher in die Berge, die Pferde müssen ganz schön klettern. Oben angekommen haben wir eine herrlichen Rundblick über die Ebene und die Bergkulisse. Wieder in der Ebene angekommen, gibt es noch einen schnellen Galopp und dann sind wir nach 2,5 Stunden wieder an der Farm angekommen.

Schnell, so wird auch der heute Ritt. Wir überqueren die gesamte Ebene mit vielen langen Galoppaden und kommen den Bergen auf der anderen Seite ganz nah. Die Tiere hier haben wohl lange keine Pferde gesehen, sie schauen uns mächtig erstaunt an und nehmen dann reißaus. Pferde und Reiter kommen entspannt nach drei Stunden wieder an der Farm an.

Vom Ausgangspunkt Büllsport gibt es viele schöne Reitstrecken. Entweder mehr in die Berge (langsamer aber landschaftlich beeindruckend) oder in die Ebene (mehr Galoppstrecken). Besonders schön ist, dass man immer wieder Tieren begegnet, Oryx Antilopen, Zebras, Kudus, Springböcke, Klippschliefer, Paviane u.s.w. – Afrika Feeling eben.

Was packe ich ein

  • Sonnencreme mit sehr hohem Schutzfaktor (ganzjährig) + Lippenschutz (!)
  • Reithose: je nach Vorlieben → Jodhpur, Reitleggins (dünn v.a. im Sommer), Jeans ohne Naht innen
  • Mini-Chaps, wenn man empfindlich ist, Schützen auch vor Pferdeschweiß
  • Reitkappe: Leicht, gute Belüftung, kann oft auch vor Ort ausgeliehen werden.
  • Hut/Cap wenn man nicht gerade reitet.
  • Handschuhe
  • Schuhe: Stiefeletten. Ich bevorzuge meine Wanderschuhe, die sind auf langen Strecken bequemer. Die Mini-Chaps sichern ab, dass der Bügel sich nicht festhängt. Im Sommer habe ich leichte Mesh-Wanderschuhe mit.
  • Tuch/Buff zum Schutz vor Sonne und Staub,
  • Oberbekleidung mit langen Ärmeln (Sonneschutz)
  • evt. Sonnebrille (trage ich auf dem Pferd nicht)

gut belüftete Reitkappe

Mini-Chaps

Kleine Kamera mit super Zoom

Im Winter: Windjacke, dicker Pullover und/oder Fleecejacke für die kühlen Abende, bei Zeltübernachtungen Mütze und dicke Socken, lange Unterhose/Leggins

Und sonst noch:

  • Stirnlampe – nicht alles ist beleuchtet (v.a. auf Trails)
  • Penaten-Creme – gegen wunde Stellen, auch als Lippenschutz
  • Kamera mit gutem Zoom und mit Gürteltasche – für schnelle Fotos vom Pferd