Wanderritt Südheide und Aller-Leine-Tal 235 km 7 Tage

Sonne – Gewitter und viel tolle Landschaft

Der erste Tag gibt die Wettereinstimmung für meinen Ritt vor. Sonne und immer wieder bedrohlich dunkle Wolken.

Ich bin kaum aufgestiegen, da kann ich auch schon wieder absteigen. Wir reiten durch einen Wald und kommen an die Straße, Auri soll warten und will nicht stehen. Ich muss die Hunde loslassen, die wissen Gott sei dank, wenn die Leine fällt bleiben sie stehen. Auri schiebt sich rückwärts auf die Straße, ein Auto hält und ich springe ab. Was war los? Es waren Mücken, die im Schwarm über Auri hergefallen sind, als wir stehen bleiben mussten. Da ich nun schon unten bin, führe ich weiter, denn es blitzt und donnert und 10 Minuten später sind wir das erste Mal nass.

Wo sind die Wölfe?

Die Strecke ist wirklich schön, sie führt durch Wälder, Moore und Heideflächen über gute Sandwege, die trotz des feuchten Wetters noch fest sind. Wir sind auf einem schmalen Korridor zwischen zwei Truppenübungsplätzen Richtung Bergen unterwegs. Hier ist ein Hochburg der Wolfsrudel, die sich in der relativen Ungestörtheit der Sperrgebiete wohl fühlen. Auri muss sich an die riesigen Herdenschutzhunde gewöhnen, die uns ein paar hundert Meter rechts und links des Weges laut bellend begleiten und die Rinderherden schützen die unbeeindruckt weiter grasen. Unsere Strecke heute hat nur 18 Kilometer, daher sind wir erst Mittags gestartet – wir haben uns hinter Soltau nach der Querung der A7 aussetzen lassen. Unser erstes Ziel ist Bleckmar bei Bergen. Hier kommen wir gegen fünf Uhr an. Die letzten zwei Stunden hat uns die Sonne verwöhnt, so ist alles wieder trocken. Auri bekommt eine kleine Weise mit Blick auf andere Pferde und ist ganz zufrieden. Ich darf mein Lager im Heuschuppen aufschlagen, d.h. das Zelt und der Weidezaun bleiben eingepackt. Meine Gastgeber sind so lieb und laden mich zum Grillen und am nächsten Morgen zum Frühstück ein – so toll!

Ich habe auch wieder gefilmt:

Das erste Mal verritten

Für heute habe ich noch kurz die Tour umgeplant, der Weg nördlich um Herrmannsburg herum soll schöner sein. 20 km liegen vor uns und wir lassen es gemütlich angehen. In der Nacht hatte es geregnet und auch am morgen muss ich bei leichtem Regen das Pferd fertig machen.Wir queren nochmal das schöne Dorf Bleckmar. Die Höfe sind liebevoll gepflegt und überall stehen Metallschnitte als Skulpturen im Garten, das findet Auri manchmal etwas komisch. Im Wald verpassen wir einen Abzweig und ich denke, ach dann nehme ich den 50 m weiter und reite dann bei nächster Gelegenheit rechts… dumme Idee, denn es geht nicht rechts, da ist nur dichtes Buschwerk und zu allem Übel kommt auch noch ein Mega-Regenguss runter. Für solche Zwecke hatte ich eigentlich einen Regenponcho eingepackt, den ich auf diesem Ritt das erste Mal probieren wollte – aber – ich bin gar nicht so schnell an das Teil herangekommen, wie ich nass war.

Route 1. Tag

Sonnige Mittagspause

Etwas Später komme ich an das erste Reitverbotsschild, hm, ich hatte die Strecke auf der Reit- und Wanderkarte geprüft, da war es nicht verzeichnet und das Schild sah auch ziemlich alt aus. Nun, so bin ich abgestiegen und habe geführt, das ist nach meiner Info erlaubt. Am „Emils Eck“ finden wir einen Idealen Ort für die Mittagsrast. Nun scheint auch wieder die Sonne. Auri hat genug Gras und ich eine Bank. Nach der Rast geht es erst mal geführt weiter, zum Glück, denn direkt am Weg wohnen zwei Kaltblüter die angeballert kommen – sehr zum Schreck von Auri. Es wäre auch kein Problem, wenn ich in dem Fall auf ihr sitze, weil sie höchstens eine Satz zur Seite macht, aber da ich auch die Hunde an der Leine habe, sind solche Situationen vom Boden aus, leichter zu bewältigen.

Route 2. Tag

Bank für uns…

… und Gras für Auri

Schon wieder falsch?

Wir queren Die Örtze und kommen wieder auf schönste Reitwege und sind so im Flow, dass wir einen Abzweig verpassen. Also ein Stück zurück, aber wo ist der Weg? Letztendlich muss es wohl ein Single Trail sein? Die Leinen sind lang genug, so dass die Hunde hinter dem Pferd laufen und Auri hat kein Problem mit Wanderpfaden und dann kommt es … ein tief liegender Bach der einen kleinen Steg aus drei längs gelegten Bahnschwellen hat, von denen die eine schon etwas angerottet aussieht. Problem, über den Bach springen geht nicht, dafür ist der Bewuchs zu eng, also absteigen, Hunde vor, dann ich, dann am langen Seil Auri hinterher, puh .. alles gut geklappt.

Stress am Abend

In Weesen angekommen erwartet Auri eine tolle Weide mit viel Gras, sie senkt auch direkt glücklich den Kopf. Ich bin auch happy, da ich meine Zelt im Weideschuppen aufbauen kann und damit wieder eine trockene Nacht vor mir habe. Es könnte also so idyllisch sein, die Sonne scheint, die Vögel zwitschern …. und ein Pferd ruft nach seinem Freund. Auri fühlt sich angesprochen und will hin – die Folge sie rennt laut wiehernd wie verrückt über die Wiese. Vorsichtshalber sperren wir ein kleines Paddock ab und denken, sie wird sich schon beruhigen. Weit gefehlt, Auri steigert sich immer weiter hinein, weil das Pferd immer wieder antwortet. Also führe ich sie fast eine Stunde im Schritt. Irgendwann hat das andere Pferd seinen Kumpanen wieder und es wird ruhiger. Trotzdem traue ich mich nicht die Weide wieder auf zu machen. Auri hat im abgetrennten Stück auch Gras und bekommt noch Heu dazu. Ich klöne mit meiner Gastgeberin an der Weide eine Zeit, Auri steht bei uns und beruhigt sich immer mehr. So haben wir dann doch noch eine ruhige und entspannte Nacht.

Doppeltes Dach, wir brauchen trotdem unser Kuschelzelt

Wir kommen in schönstes Heidegebiet

Der dritte Tag führt uns 27 km durch schönstes Heide- und Waldgebiet nach Gockenholz östlich von Celle (den Buschreitern sagt Beedenbostel direkt daneben ggf. eher etwas). Heute begleiten uns leichte Schauer, die offensichtlich immer dann fallen, wen ich gerade eine Rast machen möchte. Trotzdem können wir die tolle Landschaft und die Natur genießen und letztendlich finden wir sogar eine Bank für die Mittagspause und dazu ein paar Sonnenstrahlen. Wir müssen die ICE Strecke über eine Brücke queren und prompt kommt ein Zug, Auri schaut etwas verwundert, bleibt aber ruhig.
Auf den letzten Metern vor unserem Ziel werden wir dann nochmal nass, so was Blödes … Unsere Gastgeber in Gockenholz haben ein schönes Überdachtes Paddock für Auri und sie hat Pferdegesellschaft, also alles gut. Nur der Hafer schmeckt nicht so richtig?
Ich kann wieder im Stall übernachten und das Zelt bleibt trocken. Der Abend hat noch etwas Sonne parat und eine Einladung zur Maibowle, bei den benachbarten Reitern.

Route 3. Tag

Route 4. Tag

immer den Blick nach vorne

Matschepampe und irgendetwas fehlt

So langsam steigern wird die Kilometerleistung. Geplant sind heute 37 km, mit nördlicher Umrundung von Celle bis nach Jeversen. Es werden letztendlich fast 43 km. Wir starten bei bewölktem aber trockenem Wetter. Trotzdem sind die Wege ganz schön nass und ein kleines Stück eines Weges schien unpassierbar, es gibt aber einen kleinen Pfad durch den Wald über einen Bach der die Stelle umgeht. Das bekommen wir hin und saufen nicht ab, sogar die Hufschuhe halten und bleiben nicht im Matsch stecken.
Irgendwann denke ich „etwas fehlt“ – es ist die Kappe auf meine Kopf. Die liegt noch sicher in der Sattelkammer in Gockenholz und trocknet so vor sich hin … Naja muss auch so gehen. Tatsächlich bin ich früher immer ohne Kappe geritten und fühle mich auch sicher auf Auri, allerdings können immer unvorhergesehene Sachen passieren, z.B. weil man beim Auf- und Absteigen mit Gepäck nicht so gewandt ist, oder das Pferd stolpert und fällt u.s.w., daher hatte ich mich entschlossen nur noch mit Kappe zu reiten.

Unerwarteter Umweg

Nachdem ich die diversen Bundestraßen und Bahnlinien um Celle herum überquert habe, komme ich endlich wieder in ein schönes Waldstück. Hier lasse ich zum 2. Mal die Drohne steigen, weil das Wetter heute nicht ständig mit Regen droht. Tatsächlich bleibt es den ganzen Tag trocken.
Noch bin ich ganz entspannt, ein paar Kilometer von dem Allerwehr halte ich eine Autofahrerin auf dem Zuweg an und frage, ob man das Wehr mit dem Pferd passieren kann. Sie sagt „das geht auf keinen Fall, da gibt es Stufen hinunter, das Ganze besteht aus Gitterrosten, da kommt kein Pferd rüber..“ Oje, so was Blödes, jetzt muss ich durch Winsen, um dort die Aller zu queren, das sind nochmal gut 6 km mehr. Das ist eigentlich noch vertretbar, aber ich hatte mich auf einen schöne Zeit mit meiner Freundin gefreut und wollte mich ja langsam auf über 40 km steigern. Der Schlenker kostet uns ca, 1,5 Stunden.

Schritt-Turbo

Nach Winsen wollte ich Auri eine Pause zum Grasen gönnen, und da war es wieder – ein laut rufendes Pferd … und Auri fühlt sich sofort angesprochen, es wird also nichts mit dem Grasen, wir gehen weiter. Auri schaltet den Schrittturbo ein, das macht sie immer wenn sie nervös wird. Wenn man das Tempo mitgehen kann, kommt sie schnell wieder runter, wenn wir allerdings langsamer machen, dauert es viel länger bis sie sich wieder beruhigt.
Meine Hündin Akki hat inzwischen feine Antennen dafür, wie Auri drauf ist. Jedesmal wenn Auri irgendetwas anschaut oder etwas unruhig wird, ist Akki auf „Hab-acht“ und versucht möglichst viel Abstand zu halten.
In Jeversen erwartet uns eine schöne Ferienwohnung mit einer heißen Dusche, ein leckeres Essen und ein gemütlicher Abend.
Auri bekommt ihren eigenen Hafer, den ich dorthin geschickt hatte. Den aus dem Stall (sie darf in der Nachbarschaft einen Paddock beziehen) mag sie wieder nicht.
Nun stehen die letzten beiden Tage bevor und ich lasse einiges an Equipment vor Ort, dass mir nach Hause geschickt wird. U.a. meinen mobilen Paddock, den ich für die letzten zwei Übernachtungen nicht brauche, getragenen Klamotten und Verpflegung, die ich nicht benötige. Das schafft soviel Luft, dass ich die vordere Rolle nicht mehr benötige.

Route 5. Tag

Fehlende Wege

Die heutige Etappe hatte es wirklich in sich. Es fing gut mit der Allerbrücke an und mit sehr schönen Waldwegen. Wir nähern uns Kilometer um Kilometer der A7 die man schon lange hört, bevor man überhaupt in die Nähe kommt. Neben den Brücken sind es die fehlenden Wege, die heute dazu kommen. Der erste ist umgebrochen, das Feld aber Gott sei Dank noch nicht gepflügt oder bestellt, also führe ich am Feldrand entlang – eine andere Alternative gibt meine Karte nicht her. Wir queren die A7 die furchtbar laut ist, Auri mag das nicht so und den nächsten Kilometer ist der Schrittturbo an. Und schon kommt der nächste fehlende Weg. Hier wurde offenbar ein „Jagdstreifen“ Grün angelegt. Auch hier gibt es keine Alternative und ich führe am Feldrand entlang – die Hufschuhe machen Gott sei dank wenig Spuren. Danach wird der Weg sehr schön immer entlang der Meiße bis Hodenhagen. Auf Höhe des Serengetiparkes dann wieder Schritturbo – Fahrgeräusche, Stimmen und wahrscheinlich unheimliche Tiergerüche spornen Auri an.

Tag der Brücken

Ich habe mir einen Weg durch den Ort herausgesucht, der möglichst naturnah liegt, da ich im Anschluss noch einiges an der Hauptstraße zurücklegen muss. Der Weg ist auch sehr schön aber führt über eine schmale Brücke. Die Bohlen sehen gut aus, das ganze Kontrukt ist aber etwas wackelig, trotzdem kommen wir gut rüber. In Hodenhagen müssen wir uns dann doch mit viel Verkehr herumschlagen. Das wäre ohne die Hunde viel einfacher, dann würde ich auf der Straße reiten, und gnadenlos den Verkehr blockieren 😉 Mit den Hunden führe ich, wenn es geht so, dass Auri auf der Straße läuft und ich und die Hunde auf dem Fußweg.
Nach dem Ort will ich eine Pause im Wald machen. Das verhindern mal wieder die Mücken und Fliegen, die Auri trotz Spray befallen. Dann aber kommen wir an ein Stück auch im Wald, wo das spärliche Gras besonders lecker ist, hier kann Auri fressen und lässt sich durch das Getier nicht stören – versteh einer dieses Pferd.

Wir werden richtig nass

Unsere nächste Herausforderung ist die Querung der Böhme, eine Holzbrücke schmaler aber stabil. Nur, direkt in greifbarer Nähe läuft scheppernd ein großes Mühlrad, aber auch die Hürde meistern wir (trotz Reitverbotsschild, habe natürlich geführt).
Vor uns ist es dunkel, wir suchen uns einen dicken Baum und prompt geht es mit dem Regen los. Diesmal hatte ich genug Zeit für den Poncho, der mich auch bis zu den Knien trocken hält. Er reicht bis unter die Wade, aber der Wind und die Seitenöffnungen sorgen dafür, dass mehr nass wird. Da der Regen nicht aufhört maschieren wir weiter, aufsteigen will ich im Regen und mit dem nassen Zeug nicht. 4 km vor dem Ziel bemerke ich, dass Auri einen Schuh verloren hat. So ein Mist, sie hat sich 2x etwa aufregt, an einer Herde Alpakas und bei ein paar Pferden die sich am Zaun aufgeregt haben, wahrscheinlich hat sie ihn da verloren. Da ich nicht weiß wo genau, lohnt sich ein Zurückgehen nicht, ich denke ich frage heute abend, ob ich mir ein Fahrrad lehen kann, um das Stück nochmal abzufahren.
In Südkampen angekommen ist es wieder trocken und wir werden von ein paar hübschen Isländern begrüßt.

Auri schrottet ihr Halfter

Ich binde Auri zum absatteln an, eigentlich nichts ungewöhnliches … aber was ich vergessen habe … Auri hat sich an mich „angedockt“. Als ich mit den Taschen um die Ecke verschwinde, will sie hinter her und schwubs ist das Halter kaputt, aufgeregt mit anblubbernd kommt sie auf mich zu – mein Fehler.
Ich werde zum Abendessen ins Haus eingeladen (sehr lecker) und bekomme den Autoschlüssel, um nach meinem Hufschuh zu suchen. Den finde ich dann auch gleich am ersten Anlaufpunkt mitten auf der Straße, Glück gehabt. Auch hier lag der Fehler bei mir, ich hatte die Schuhe vertauscht, den engeren für hinten nach vorne genommen, da ist uns der zu weite hinten dann abhanden gekommen (man merkt den Unterschied beim Anzeihen kaum).

Route 6. Tag

Unruhige Nacht

Heute Nacht schlafen wir nicht gut, da Auri die Nase mit den Isis zusammenstecken kann und ständig quietscht Außerdem müssen wir doch unser Zelt aufbauen, da es so feucht wird, dass sonst am morgen alle Sachen feucht sind. Eigentlich hatte ich gedacht, der Platz unter dem Vordach reicht aus, um uns zu schützen.
Der Morgen begrüßt uns mit nebelverhangenem Wetter, das ist schön – es ist ruhig, kein Wind weht und die Wälder sehen mystisch aus. Eine Stunde später ist der Zauber vorbei und die Sonne kommt heraus. In einem kleinen Dorf überqueren wir die Lehrde an einer Mühle. Die Ränder der Felder laden zum Grasen ein und so machen wir häufiger mal eine kleine Fresspause.

Auri darf frei grasen, da sie sich sehr an uns orientiert

Reitverbote und gruseliger Golfplatz

Kirchlinteln passieren wir an der Hügelgräberheide, hier müssen wir führen, weil es mal wieder ein Reitverbotsschild gibt. Aber das ist nicht schlimm, ich bin froh, dass ich den Weg überhaupt nutzen kann, da ich sonst Mitten durch den Ort müsste. So müssen wir nur ein paar Straßen eines Wohngebietes gehen ohne viel verkehr und kurz darauf finden wir eine schöne Bank. Auri grast mittlerweile frei. Sie orientiert sich an uns und schaut immer mal, ob ich und die Hunde noch da sind. Das macht die Pausen insgesamt entspannter und natürlich die Sonne die schient, nur der kalte Wind ist etwas unangenehm.
Wir folgen einem schönen Feldweg entlang einer Bahnstrecke und biegen dann Richtung Walle ab, das wir entlang des Golfplatzes umrunden – und da kommt er wieder, der Schrittturbo. Das mit den Golfspielern findet Auri total unheimlich, diese komischen Golfwagen …. Ich muss führen, weil Auri ansonsten alle 10 Meter erstarrt stehen bleibt, 15 Minuten später haben wir auch dieses unheimliche Teilstück hinter uns. Nun sind es nur noch ein paar Kilometer durch Felder und schönen Wald und wir haben unsere heutige Station in Völkersen erreicht. Hier bezieht Auri einen Paddock und ist ganz froh, als ich das Zelt direkt daneben aufstelle. Sie hat sich sogar über Nacht hingelegt zum schlafen.

Regen, Sturm und 52 km

Wir starten früh um sieben, da der Weg heute lang ist. Die Hunde bestimmen das Tempo, da sie das schwächste Glied in der kette sind. Speziell ist das Akki, Shima dagegen ist unser Antreiber, wenn es nach ihr gehen würde, würden wir die Strecke durchziehen in flottem Hundetrab.
Die Strecke führt durch Wälder aber meist auf asphaltierten Wegen. Der Wind hat aufgefrischt und ich denke eigentlich ist es zu windig für Regen, gerade gedacht, schon fängt es an. Wir stehen kurz unter einer Linde ich entscheide dann aber weiter zu gehen, wer weiß, wie lange der Regen anhält So passieren wir das Gestüt Fährhof im Regen und gehen einen relativ schmalen Wanderweg bis wir wieder asphaltierte Strecken erreichen. Das bestimmt heute den Weg, meist sind wir auf gepflasterten alten Wirtschaftswegen unterwegs. Diese haben oft einen breiten Grünstreifen, so das wir damit gut klar kommen. Hunde und Pferd sind motiviert und so kommen wir flott voran und machen unsere erste längere Pause erst nach 20 Kilometern. Bis dahin waren wir von dem ersten Regen abgetrocknet, es weht ja auch ein kräftiger (leider kalter) Wind.

Endspurt – Flucht vor den Unwettern

In der zweiten Hälfte des Tages stehen immer wieder drohende Gewitterwolken um uns herum. Die haben heute keine Blitze für uns sondern orkanartige Böen. Solange das nur in die Bäume und Büsche fegt, kommt Auri damit klar – schwierig wird es wenn uns Eimer und Folien um die Ohren fliegen. Drei mächtige kleine Unwetter erwischen uns am Nachmittag und alle können wir Gott sei Dank einigermaßen geschützt überstehen. Das schlimmst schiebt sich in einer bis zum Boden reichenden schwarzen Wolkenwand auf uns zu. Der St. Georg hatte bestimmt ein Auge auf uns, denn kurz bevor ins das Unwetter erreicht, finden wir einen alten Weideschuppen und können hinter der Wand Deckung suchen.
Getrieben durch die Unwetter und durch Shima, entfallen am Nachmittag längere Pausen. Ein paar Minuten vor dem nächsten großen Schauer erreichen wird den Stall.

Fazit

Die Lüneburger Heide ist ein wunderbares Reitgebiet, egal ob Nord oder Südheide. Es gibt sehr viele Unterkünfte/Wanderreitstationen und ausgewiesene Reitwege.
Weitere Infos: https://www.lueneburger-heide.de/natur/reiten
und https://www.naturpark-suedheide.de/aktiv-im-naturpark/reiten/

Das Aller-Leine-Tal hat auch schöne Strecken, ist aber stärker besiedelt und landwirtchaftlich genutzt. „Brückensicher“ sollten die Pferde auf jeden Fall auch sein. http://urlaub-aller-leine-tal.de/index.php/entdecken

Wolken ziehen heran

Route 7. Tag