Schlösser- und Burgentour Prignitz 180 KM 8 Tage

Warum Prignitz?

Ich habe eine Tour gesucht, die mit dem Anhänger nicht zu weit weg ist. Das Wendland und die Heide kenne ich schon, so bin ich auf die andere Elbseite gekommen und habe „Wanderreiten Brandenburg“ gegoogelt.
Der Tourismusverband „pro agro e.v.“ betreib eine schöne Website https://www.pferdeland-brandenburg.de/wanderreiten/ dazu. Dort habe ich die Tour gefunden und war froh, dass ich nicht selbst planen musste.

Trotzdem steckt noch viel Planungsvorbereitung in der Tour, da auf outdooraktiv gemeldet wurde, dass die Route noch nicht geritten ist. Ich habe mir also die gesamte Strecke auf der Satellitenansicht auf gogglemaps angesehen. Tatsächlich gab es eine Bahnüberquerung nicht mehr und auch einige Wege waren verschwunden oder zugewuchert. Insgesamt war die Strecke aber toll zu reiten auf sehr pferdefreundlichen Wegen.

Die Wanderreitstationen wurden auch nicht mehr so aktiv betrieben wie die Homepages es vermuten lassen, aber ich bin fast überall untergekommen, nur einmal musste ich umplanen.

Aber Burgen und Schlösser? Die gab es nur wenig, dafür in fast jedem Dorf eine wunderschöne Felskirche.

In meinem Video zur Tour zeige ich sehr detailliert den Streckenverlauf auf der Karte –> wenn ihr die Strecke auch reiten möchtet.

Videoimpressionen der Tour und eine ausführliche Kartenbeschreibung

Fürstenhof in Döllen

Unsere erste Übernachtung. Wir werden freundlich aufgenommen und Auri kommt in den Stall und nicht auf die Weide, da sie dort keine anderen Pferde hat – ich glaube das ist eine gute Entscheidung. Ich bekomme am Abend ein leckeres Essen und auch das Frühstück ist sehr üppig. Freundlicherweise darf ich mein Gespann (PKW+Anänger) hier stehen lassen.

Link: https://www.pension-fuerstenhof.de/

Ausgaben: 35 € Zimmer, 30 € HP, 15 € Box

Polterige Anreise

Da sucht man sich ein Ziel aus, dass ca. 3 Stunden Fahrt entfernt liegt und dann brauchen wir eine Stunde länger, weil es sich vor Dannerberg gestaut hat – Auri findet das gar nicht lustig zumal ein großer LKW immer ziemlich nah auffährt. Auri scharrt ungeduldig und das macht richtig Krach. Also fahre ich einen kleinen Umweg  und bleibe wenigstens in Bewegung. Das klappt gut und wir sind gegen halb fünf in Mankmuß. Dort gebe ich einen Rucksack mit Schlafsack und Zelt ab, da ich dort nächste Woche nur so unterkomme. Es sind jetzt noch 45 km bis nach Döllen und die ziehen sich, da wir mehrere Mähdrescher vor uns haben, die wir nicht überholen können. Irgendwann ist Auris Geduld erschöpft und sie poltert laut im Anhänger rum. bin ich froh, als wir unser Ziel erreicht haben. Am Fürstenhof in Döllen werden wir nett empfangen und da Auri alleine auf der Weide wäre, wird kurzerhand eine Box eingestreut. Auri ist nur froh vom Anhänger runter zu sein und frisst völlig unbeeindruckt von der neuen Umgebung ihr Stroh. Sie ist überhaupt nicht aufgeregt, sondern nimmt es so hin wie es ist. Auri ist aber sehr kuschelig und hätte nichts dagegen, wenn ich die Nacht bei ihr verbringe.

Schlossruine

Feinste Sandwege

Pause

Die Karte unserer Tagesetappe:

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Gut Burghof in Horst

Sehr freundliche Aufnahme, die Familie hat alles getan, damit Auri und ich uns wohlfühlen! Unterbringung von Auri in einer großen Box im „Gaststall“. Leider ohne Pferdekontakt, das hat Auri gut mitgemacht.

Link: https://www.gutburghof.de/

Box 12 €; meine Unterkunft zählt nicht, da ich quasi privat untergebracht war.

Auri ist motiviert und Shima weiß alles besser

Auri hat gut geschlafen und lässt sich heute morgen geduldig bepacken. Wir haben 20 km vor uns und das Wetter ist bestens. Nachdem meine App nicht alle Wege anzeigt, reite ich heute nur nach Karte, das klappt sehr gut. Bis auf ein paar wenige Wege, die mit Schotter befestigt sind, haben wir nur schöne Sandwege durch Felder und vor allem Wälder. Auri geht unheimlich fleißig im Schritt voran, zwei kleine Strecken galoppieren wir (die Packtaschen liegen ruhiger im Galopp als im Trab), aber Shima spielt noch nicht so richtig mit. Am Anfang bliebt sie sehr weit hinter uns zurück, so dass ich an jeder Kreuzung warten muss. Sehr zum Missvergnügen von Auri, die einfach weiter will. Dann läuft sie eine Zeitlang gut voraus. Und dann fängt sie an zu denken, das ist  blöd, weil sie der Meinung ist, sie kennt den Weg und hat immer recht. Ich galoppiere auf einem Stoppelfeld, Shima läuft gut mit, dann macht das Stoppelfeld eine 90 Grad Kurve. Shima läuft nicht mehr mit, sondern zurück zum Anfang des Feldes, weil sie denkt wir umrunden es. Ich reite also ein Stück zurück bis zur Kreuzung und nutze die Zeit für eine Fresspause für Auri. Nach einem kurzen Plausch mit den Förster, der Shima vorne an der Kreuzung entdeckt hat, kommt sie dann angezackelt. Die Folge – ab jetzt darf sie an der Leine laufen. Um kurz nach eins erreichen wir unser Tagesziel viel früher als erwartet. Auri bekommt eine tolle Box und darf noch auf den Auslauf. Ich werde in einer Behelfsunterkunft unter gebracht, da die Ferienwohnungen ausgebucht sind. Der Nachmittag vergeht mit ein wenig über den Guthof schlendern und Kaffeetrinken mit der Besitzerfamilie, die ursprünglich aus Schleswig-Holstein kommen (Negernbötel) und passionierte Vielseitigkeitsreiter sind.

Nun meint auch Auri, ich hätte nichts mehr zu sagen …

Am Vormittag habe ich viel Zeit, da ich erst ab 17.00 Uhr in Sarnow aufschlagen kann. Ich will also erst nach elf Uhr losreiten. Sehr freundlich haben die von Lewinskis mich heute morgen zu einem super Frühstück eingeladen. Mit kurzweiligem Plausch verging die Zeit sehr schnell. Vor dem Abritt muss ich unbedingt noch in die Hofkapelle. Diese sieht von außen schlicht aus, hat aber im Inneren ein sehr gut erhaltenes Renaissance Gestühl und ein lange unentdecktes Grabmal, geschaffen von Johann Gottfried Schadow.

Auri ist heute sehr motiviert, ich denke sie ist auf der Suche nach Gesellschaft. Dazu kommt, dass sie sich offenbar mit Shima abspricht. Shima hat diese Anwandlungen einfach in einen Weg abzubiegen in der festen Überzeugung, dass wir ihr folgen. Wenn wir das nicht tun wartet sie eine ganze Zeit und kommt dann mit riesigem Abstand hinterher. Das führt heute dazu, dass sie die ganze Zeit an der Leine bleiben muss. Bei Auri äußert es sich so, dass sie auf einmal in einen Weg abbiegen will und ich echt Mühe habe sie zu wenden. Unglaublich, wenn wir in die richtige Richtung schauen, dann geht sie doch tatsächlich meterweise Rückwärts, in die Richtung, in die sie will. Da ich keine Gerte dabei habe, ist das etwas mühsam, heute morgen muss ich tatsächlich absteigen, heute nachmittag hat ein Klaps mit der Hand genügt. Obwohl wir super Wege haben, reite ich heute vor allem Schritt und baue noch einen kleinen Umweg ein über Breitenfeld (Dorfkirche), so dass wir auf 22 km kommen (statt 16,5 km). Da Auri unterwegs nur maximal 15 Minuten in Ruhe grast, sind wir schon um halb fünf in Sarnow, Gott sei dank ist schon jemand da. Auri freut sich über Pferdegesellschaft und tobt ein wenig auf der Weide, dann ist sie genervt, weil sie die Fliegen anzieht. Ich bin gespannt, ob sie ihr Heu über Nacht frisst. Die letzten beiden Tage hat sie gut gefressen, heute läuft sie viel hin und her und frisst (noch) nicht. In Sarnow steht die dritte schöne Kirche von heute.

Route Tag zwei

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Felskirche Sarnow

Landgut Sarnow

Auri übernachtet auf der Weide, zunächst rennt sie sehr viel beruhigt sich aber im Laufe des Abends. Ich komme in einer großen Ferienwohnung unter und muss mich selbst versorgen. Fertiggericht hatte ich dabei und Müsli+Tee am morgen. Milch und ein paar gute Tipps für den Weg morgen bekomme ich von Frau Grütte.
link: http://www.landgut-sarnow.de/
40 € FeWo, 10 € Weide inkl. Heu und Kraftfutter, Selbstverpflegung

Route 3. Tag:

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Blick aus dem Bauwagen

Reit- und Erlebnishof Preddöhl

Eine rustikale Unterkunft im Bauwagen. WC und Kochgelegenheit einige Meter entfernt vom Bauwagen. Ich bekomme freundlicherweise Reste vom Mittagessen und für morgens habe ich Müsli mit.
link: https://www.erlebnishof-preddoehl.de/
25 € Unterkunft, 10 € Pferd, Selbstverpflegung, Handtuch und Hüttenschlafsack erforderlich

Was passiert, wenn die Karten nicht stimmen …

Es regnet, vor uns liegen 24 km. Wir warten bis der Regen weniger wird und starten um elf.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil – lost in Neuhausen… . Im Zentrum stehen 5 Häuser um einen kleinen Kreisel und kein Weg geht weiter? Ich also zurück und siehe da, am Ortseingang biegt rechts ein Feldweg ab. Der führt uns Richtung Bundesstraße an der wir Gott sei Dank auf einem Stoppelfeld entlang gehen können.

Wir reiten durch das gepflegte Dorf Giesendorf, natürlich mit einer schönen Kirche. Am Ende des Dorfes führt der Weg in die Felder und soll die Bahnlinie queren. Ich habe auf Goggle maps keinen Bahnübergang sehen können, aber outdooractiv und meine Kosmos Wanderkarte zeigen beide an, dass der Weg die Gleise überquert. Ich also den breiten Weg entlang, Auri wird immer nervöser und ich weiß erst gar nicht warum … es sind die Windräder, die über uns wuschen und das Geräusch stresst Auri. Dann kommen wir an die Gleise und wie befürchtet, kein Übergang und auf der anderen Seite ist auch kein Weg zu erkennen. Wir gehen ein Stück über das abgeerntete Feld und sehen dann auf der anderen Seite einen Hochsitz. Da der Jäger da ja auch irgendwie hin kommen muss, hoffe ich auf einen Weg auf der anderen Seite und versuche die Gleisüberquerung. Steil die Böschung hoch über den groben Schotter und die Schienen und auf der anderen Seite durch Brennnesseln genauso steil wieder runter. Obwohl Auri nervös ist, macht sie das ganz hervorragend.

Unten angekommen können wir wieder über ein Stoppelfeld zu dem weiterführenden Weg. Auri ist nach wie vor schnell unterwegs, weil sie von den Windrädern weg möchte. Erst in Schönhagen ist sie so entspannt, dass wir eine halbe Stunde Pause zum Grasen machen können. Länger als eine halbe Stunde hat Auri allerdings keine Zeit dafür.

In Preddöhl angekommen schließt Auri sofort Freundschaft mit zwei Eseln, die neben dem Paddock stehen. Als ich sie auf eine Weide bringen will, auf der sie alleine ist, geht das nicht, sie läuft nur rum und wiehert. Also zurück zu den Eseln und Heu gefüttert. Ich wohne heute in einem Bauwagen mit Blick auf den Paddock und kann Auri beobachten. Leider kommt nochmal ein kräftiger Schauer runter, so steht sie etwas begossen da.

45 KM mit Schreck am Ende

Heute morgen ist Auri sehr entspannt beim fertig machen. Ebenso entspannt machen wir uns um acht auf den Weg. Die Strecke heute führt uns entlang der Felder über schöne Feldwege an den Rand der Ruhner Berge. Hier wird es leicht hügelig und wir reiten eine Zeit lang durch den Wald. Wirklich schöne lange Feldwege verbinden die einzelnen Ortschaften, die wir durchqueren. Alle zwei Stunden machen wir Pause und Auri darf grasen, dass macht sie allerdings immer nur höchstens 15 Minuten, dann will sie weiter. Zwischendurch führe ich längere Strecken, um ihr nicht den Spaß zu verderben. Heute müssen wir etwas Strecke machen, daher galoppieren wir häufiger. Shima macht das gut mit, tatsächlich merke ich keinen Unterschied zu den 20-30 km, die wir bisher gemacht haben.

Dann kommt kurz vor dem Ende der Strecke noch ein Moment des Unglaubens. Mein Weg endet vor einer frisch gespannten Litze. Ich kann mich mit Auri durch hohe Brennnesseln daran vorbei quetschen. Wir kommen über die Weide weiter und Gott sei Dank am Ende hat die Litze Griffe, so dass wir wieder heraus kommen. Wieder ein Weg „vernichtet“ der auf der Karte eingezeichnet ist. Hier besonders schwierig, weil es keine Alternative gab, außer zurückreiten und einen wirklich großen Umweg einschlagen. 20 Minuten später bin ich, um kurz nach fünf, an unserem Ziel angelangt. Bei Schörfkes werde ich sehr nett aufgenommen und Auri kommt auf einen großen Paddock mit Pony-Gesellschaft nebenan. Weder Auri noch Shima merkt man die 45 km an, und auch ich bin nicht besonders kaputt. Es ist einfach nur entspannend den ganzen Tag auf oder neben dem Pferd zu verbringen.

Route 4. Tag

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Kirche Triglitz

Pferdehof Schörfke

Tolle Ferienwohnung, sehr nette Aufnahme und gute Versorgung mit Essen für Auri und mich 🙂 – Ein Empfehlung!
link: http://www.pferdehofschörfke.de/  50 € für alles zusammen

Autobahnquerung und schöne Waldwege

Wir haben nur knapp 20 km vor uns und starten nach einem ausgiebigen Frühstück mit interessantem Klönschnack erst um halb elf. Frau Schörfke erzählt ein wenig von der Zeit nach der Wende, dem Aufbau ihres Betriebes und dem Einfluss von dem Schockemöhlebetrieb in Lewitz mit bis zu 6000 Pferden, der u.a. alles Stroh und Heu der Region aufkauft.

Unsere erste Herausforderung ist heute die Autobahnüberquerung, die weder der GPS Track anzeigt, noch meine Karte, Gott sei Dank bekomme ich eine gute Erklärung mit: Nach der Wildbrücke gibt es eine Fußgängerbrücke und dann führt der Weg zwischen Autobahn und Bundestrasse entlang. 300 m weiter queren wir die Bundestraße und sind wieder auf einem schönen Sandweg unterwegs. Das meistert Auri alles super.

Auf der anderen Seite der Autobahn lassen wir uns Zeit und reiten ein wenig kreuz und quer durch den schönen Kiefernwald, der uns auch einige Heideflächen bietet. In Mankmuß erwartet Auri eine schöne Weide. Frau Meyer hat hier eine ganz schöne Wanderreitstation eingerichtet. Leider muss ich im Zelt bzw. in dem nicht genutzten Stall übernachten. Ich hatte mein Zelt/Schlafsack etc. vorher hierher gebracht und hole die Sachen auf dem Rückweg wieder ab, damit ich sie nicht die ganze Tour mitschleppen muss. Da schönes Wetter ist, ist das ganz ok, ich sitze draußen in der Sonne und lese. Bei Regen wäre es allerdings blöd, da ich dann für Stunden nur einen harten Stuhl im leeren Stall hätte. Auch meine Essen bekomme ich dorthin gebracht, aber wenigstens Essen … denn einen Bäcker oder einen Laden habe ich bisher auf der ganzen Tour nicht gesehen.

Route 5. Tag

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Route 6. Tag erster Teil

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Wanderreitstation

Gutshof Mankmuß

40 € habe ich für Essen und Pferd/Übernachtung gezahlt. Da für das Pferd auch kein Kraftfutter da war, war es, obwohl die Wanderreitstation nett gemacht ist, und der Hof tolle Ferienwohnungen hat (die ich leider nicht nutzen konnte/durfte?), das schlechteste Preis-Leistungsverhältnis der ganzen Tour.

Neue Herausforderungen

Nachdem wir gestern schon über die Autobahn sind, steht heute eine ganz besondere Brücke auf unserem Plan. Aber zunächst geht es durch schöne Naturschutzgebiete auf dem Gestütswanderreitweg weiter. Dieser Weg ist einer der bekannteren Wanderreitwege der Region, trotzdem findet man nur vereinzelt Hinweisschilder. Die schönen Sandwege laden zum galoppieren ein. Auri, Shima und ich sind da mittlerweile eingespielt, auf Zuruf geht es los. So kommen wir gut voran und sind gegen Mittag kurz vor Perleberg. Hier kreuzen sich diverse Bundesstraßen und Bahnverbindungen. Die ICE Strecke können wir durch einen Tunnel queren. Direkt als wir dort sind rauscht ein Zug vor uns vorbei, Auri beeindruckt das nicht. Dann kommt eine Fahrradbrücke, die gerade so breit ist, dass zwei Fahradfahrer aneinander vorbei kommen. Die Brücke ist nicht nur eng und hoch, sonder besteht auch noch aus Holzbohlen, Auri läuft trotz dieser Widrigkeiten völlig Problemlos drüber – ich bin mächtig beeindruckt von meinem Pferd. Wir gehen weiter auf einem Wirtschaftsweg zwischen zwei Bundestraßen und einer Bahninie und kommen an eine Kreuzung, an der wir die Füßgängerampel nehmen.

Im Anschluss soll ein kleiner Waldweg neben der Straße herführen, der ist aber leider durch umgefallene Bäume unpassierbar. Also führe ich auf dem Radweg (unerlaubterweise) da auf der B wirklich viel LKW-Verkehr ist. Diese rasen auch so nur ein paar Meter an uns vorbei. Bin ich froh, dass mein Pferd so verkehrssicher ist. Nach 500 m haben wir es geschafft und sind wieder in der Natur.
In Uenze angekommen suche ich die Wanderreitstation und werde gegenüber der Kirche fündig (Schild Wanderreitstation), dort klingele ich und eine Frau kommt heraus und schaut mich fragend an. Nein, sie ist nicht Frau Papke, die hat wohl vorher da gewohnt und sie vermieten gar nicht. Da ich das Geld vorab überwiesen hatte, hatte ich gedacht, dass die Vorbsitzerin wohl ein Geschäft machen wollte und nun stand ich da ohne Unterkunft. Das hat sich dann aber Gott sei Dank schnell geklärt, 200m weiter war der Hof von Frau Papke, die mich auch schon erwartet und sich sehr nett um mich und mein Pferd kümmert.

Route 6. Tag zweiter Teil

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Vierseitenhof Uenze G. Papke

Zwei toll eingerichtete Ferienwohnungen, mit einer super netten Gastgeberin.

Bisher ist dies die schönste Unterkunft auf der Tour. Und nur 10 € teurer als gestern + leckeren Kuchen am Nachmittag.

keine eigene Homepage: http://www.gestuetsweg.de/uenze01.htm

Tag der Glücksmomente

Ganz gemächlich starten wir in den Tag mit einem schönen Frühstück in Gesellschaft von Gabi Papke. Sie erzählt viel über die Menschen hier, und einiges ist mir auch schon aufgefallen. Man sieht kaum jemanden auf der Straße, auch nur selten spielende Kinder und überall ist der Rasen gemäht.
Ich reite entspannt durch die schöne Landschaft und genieße jede Minute, das Wetter verwöhnt uns und ich habe das Gefühl Auri und Shima sind genauso im „Flow“ wie ich. Natürlich gehört zu jedem Tag eine Herausforderung diese ist heute eine Baustelle an der Bachüberquerung. Wir müssen also an der Baustellenampel halten und dann schnell im Trab durch die Baustelle, damit wir es in der Ampelphase schaffen.

In Plattenburg erwartet uns die erste Burg der Tour, die größte und am besten erhaltenen Wasserburg Brandenburgs. An der Burg gibt es Fischteiche und ein Fischrestaurant, hier esse ich am Abend eine Platte mit Karpfen, Forelle und Saibling – so lecker – auch Essen beschert mir Glücksmomente 🙂

Route 7. Tag:

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Pension Rosenfeld

Auf der Seite zur Burgen und Schlössertour wird noch die Plattenburg als Übernachtungsstation angezeigt, diese wird zur Zeit nicht bewirtschaftet. Alternativ kommt man sehr gut in der Pension Rosenfeld unter (Frühstück inkl., Abendessen im Fischrestaurant an der Plattenburg – bis 18.00 Uhr geöffnet.)

link: https://www.pension-rosenfeld.de/
51 € Zimmer, 10 € Pferd, 6,50 € Frühstück

Auri und Shima haben es eilig

Ob die beiden wissen, dass es nach Hause geht? Beide machen unheimlich Tempo und so steige ich schon nach 10 Minuten auf, neben her gehen ist mir zu anstrengend. Zunächst geht es durch den Wald, bis wir vor Schrepkow auf Feldwege stoßen, die gesäumt sind von Obstbäumen. Vor allem Birnen und Pflaumen. Auri und ich lassen es uns schmecken. Shima hat leider nichts davon.

Nach Schrepkow geht es durch Weideflächen, und ich hoffe nur, dass am Ende nicht wieder eine neu gespannte Litze den Weg versperrt. Glück gehabt, diesmal folgt der Weg genau dem GPS Track. Nur der Anschlussweg zum Wald ist durch umgefallene Bäume nur schwer passierbar. Gott sei Dank kann ich auf ein Stoppelfeld ausweichen.

Kurz vor Ende der Strecke komme ich vom Weg ab und reite ein wenig kreuz und quer durch den Wald, bis ich an der Bundestrasse ankomme. Hier wird mal wieder das Flüsschen Kathane überquert (das 4. Mal?).

Um 12.00 Uhr sind kommen wir am Ziel an. Auri wird verpackt und bekommt eine ordentliche Mahlzeit auf dem Pferdeanhänger, dann geht es los nach Hause. So schnell sind die Tage vergangen. Ich bin glücklich, dass alles so super geklappt hat und gaaanz stolz auf mein tolles Pferd!

Strecke letzter Tag:

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Infos

Die Tour im Internet: https://www.pferdeland-brandenburg.de/wanderreiten/

Den ausführlichen Routenverlauf auf der Karte findet ihr in meinem Video, dort zeige ich auch die Problemstellen.

Die Pferde müssen auf jeden Fall verkehrssicher sein, da einige (sehr kurze) Strecken an Bundesstrassen entlang führen, oder darüber.

Start der Tour am besten in Klein Warnow. Dort lohnt es sich auch zu Beginn oder am Ende 1-2 Tage dran zu hängen – sehr schönes Ausreitgelände in der Umgebung.
Insgesamt fast nur gut bereitbare Sandwege. Wenig Schotter, Kopfsteinplater und große Straßen. Aber auch wenig Einkehrmöglichkeiten unterwegs, keine Geschäfte u.s.w., da die Dörfer, die man durchquert sehr klein sind.

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